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Gülle-Tanklastzug durchbricht Hausmauer! THW Eckernförde im Einsatz!

Ein mit ca. 20.000 Litern Gülle beladener Tanklastzug kam im Dorf Stubbe (Gemeinde Rieseby) am Samstag, 11. Februar am frühen Nachmittag aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab.

Er durchbrach nach der Durchfahrt einer Linkskurve eine Grenzbebauung, prallte gegen die Ecke eines Doppelhauses und zerstörte einen Teil der Außenmauer. Der Inhalt des Zuges ergoss sich in das Haus und floss über das abschüssige Grundstück in einen Graben, der in Richtung des Ostseefjords Schlei fließt. Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt.

"Ich hatte mich gerade hingelegt als es einen Riesenknall gab und die Erschütterung mich vom Sofa schmiss", so der Eigentümer der Doppelhaushälfte, noch sichtlich unter Schock stehend. Gemeinsam mit dem Lkw-Fahrer war er im Krankenhaus nach dem Unfall behandelt worden. "Offensichtlich" so der Eigentümer, "wurde der Fahrer bei dem Unfall nicht zu sehr schwer verletzt. Er konnte sich noch selbst aus dem Führerhaus befreien."
Beim Anblick des vor dem Haus auf der Beifahrerseite liegenden Tankzuges ein kleines Wunder.
Insgesamt über 70 Rettungskräfte von den Freiwilligen Feuerwehren aus Eckernförde, Rieseby und Zimmert, dem Rettungsdienst, Polizei und THW waren im Einsatz. Die Klappbrücke Lindaunis und die Durchfahrt Stubbe waren stundenlang gesperrt. Mitarbeiter der Wasserbehörde waren ebenso vor Ort wie ein Statiker.
Nachdem dieser die Statik des Hauses geprüft hatte konnten die THW-Kräfte das Haus betreten und Sicherungsmaßnahmen wie das Abstützen von tragenden Teilen einleiten. Weiter bargen die Helfer Trümmer und Hausrat aus den zerstörten Räumen. Das Badezimmer und die Küche wurden durch die Wucht des Aufpralls und der eingedrungenen Jauche unbewohnbar.
Um 14:11 war der THW-Fachberater alarmiert worden, der nach Schilderung der Lage um 14:13 Uhr sofort die 1. Bergungsgruppe des Technischen Zuges anforderte. Nachdem im Haus die Abstütz- und Bergungsarbeiten durch das THW beendet wurden konnte mit der schwierigen Bergung des Lkw begonnen werden.
Drei schwere Autokräne einer Bergungsfirma mussten hierzu eingesetzt werden. Langsam wurde der verunfallte Laster vom Haus weggezogen und wieder auf die eigenen Räder gestellt. Die Feuerwehren streuten ausgelaufene Schadstoffe ab und legten Sperren in das fließende Gewässer hinter dem Hausgrundstück um ein weiteres Abfließen der Gülle in Richtung Schlei zu vermeiden. Ein Großteil der dickflüssigen Masse konnte auf dem Gut Stubbe aus einem Teich geborgen werden.

Trotz des hohen Sachschadens haben die Hausbewohner und der Lkw-Fahrer ein Riesenglück gehabt. Es hätte schlimmer ausgehen können.
Für das THW Eckernförde war der Einsatz um 20:20 Uhr beendet.

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