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Sturm Xavier fordert Einsatzkräfte im Norden

Sturmtief Xavier zog über die Nordhälfte Deutschlands hinweg und richtete auch im Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpomnern, Schleswig-Holstein zum Teil schwere Schäden an.

Von West nach Ost zog Orkantief Xavier über den Norden Deutschlands und fällte Bäume, deckte Dächer ab und störte Bus- und Bahnverkehr. Der Sturm erreichte gegen Mittag den Nordwesten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein) und überquerte am Nachmittag Sachsen-Anhalt und die südlichen Bereiche Mecklenburg-Vorpommerns.  Gegen Abend kam er in Brandenburg, Berlin, Thüringen und Sachsen an. In Berlin sollte er schließlich den Ausnahmezustand auslösen.

Im Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein waren alle sechs Geschäftsführerbereiche vom Unwetter betroffen:

Fünf von sieben Hamburger Ortsverbände waren auf Anforderung der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Helferinnen und Helfer aus  den Schnelleinsatzgruppen beseitigten Sturmschäden im Stadtgebiet, leuchteten Einsatzstellen aus und stützten Gebäude ab. Zudem wurden Fachberater in die Leitstelle entsandt. Allein der Ortsverband Hamburg-Mitte beteiligte sich an der Beseitigung der Sturmschäden an der Abarbeitung von insgesamt 16 verschiedenen Einsatzstellen. Besonderheiten ergaben sich für die Besatzung des LKW Ladekran der Fachgruppe Ölschaden und der zweiten Bergungsgruppe. Durch den Wurzelteller eines umstürzenden Baums wurde ein Auto auf den Stamm gehebelt. Dieses musste mit dem Ladekran wieder auf die Straße gehoben werden. Ein massiver Baum lag quer über die Straße und blockierte die dahinterliegenden Wohnhäuser. Mit Hilfe des Einsatzgerüstsystems musste der stark unter Spannung stehende Baum Stück für Stück von Helfern aus Mitte und Wandsbek abgetragen werden. Ähnliche Einsatzszenarien ergaben sich in weiteren Stadtteilen der Hansestadt, wo zudem noch die Hamburger Ortsverbände Bergedorf, Harburg und Nord eingesetzt waren. Bäume blockierten Straßen und lagen auf Hausdächern und Balkonen oder drohten zu fallen. Insgesamt waren in Hamburg 157 Helferinnen und Helfer im Einsatz.

Ein Schwerpunkt der Einsätze im Geschäftsführerbereich Neumünster war die Gegend um Hasloh und Bönningstedt im Kreis Pinneberg. Hier waren die Ortsverbände Norderstedt und Barmstedt angefordert. Um mit der örtlichen Feuerwehr einen Baum von einem Haus zu räumen und das Haus zu sichern, wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Auch der Ortsverband Pinneberg sicherte in Quickborn ein Haus, auf das ein Baum gestürzt war. Der Ortsverband Itzehoe leuchtete in Oldendorf (Holstein) eine Einsatzstelle der Feuerwehr aus. In der Rettungsleitstelle-West (Elmshorn) unterstützte ein Fachberater. Die Gesamtzahl der Einsatzkräfte lag bei 119.

Die Freiwilligen Feuerwehren Mölln und Lauenburg benötigten Unterstützung aus dem Geschäftsführerbereich Lübeck, ein weiterer Einsatzort war Wentorf bei Hamburg. In Lauenburg war ein Baum auf ein Haus gestürzt. Die Ortsverbände unterstützten beim Beseitigen von Sturmschäden, Sichern von Dächern und stellten Fachberater, sodass 24 Einsatzkräfte des THW im Herzogtum Lauenburg mit dem Sturm zu tun hatten.

Auch der GFB Schleswig hatte mit den Ausläufern des Sturmtiefs zu kämpfen. Die Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus Flensburg und Niebüll pumpten auf Anforderung der Bundeswehr ein Regenrückhaltebecken aus, das überzulaufen drohte. Damit konnte der Flugbetrieb auf dem Fliegerhorst in Hohn bei Rendsburg sichergestellt werden. Der Ortsverband Tönning hatte in seiner Heimatstadt mit Überflutungen durch den starken Regen zu tun. Auch hier galt es, Wasser aus Gebäuden zu pumpen und Abflüsse frei zu machen. Insgesamt waren im Geschäftsführerbereich 25 Helferinnen und Helfer im Einsatz.

Die B191 und die Bahnstrecke von Ludwigslust nach Parchim waren die Einsatzschwerpunkte im GFB Schwerin, wo Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden Ludwigslust, Parchim und Schwerin Sturmschäden beseitigten. In Schlagsdorf musste ein beschädigtes Turnhallendach vor weiterer Zerstörung durch das Unwetter gesichert werden. Das Dach war teilweise abgedeckt worden. Zur Sicherung wurde von Helferinnen und Helfern aus dem OV Gadebusch eine Folie aufgebracht, die an der Unterkonstruktion des Daches befestigt wurde. Vom Stromnetzbetreiber WEMAG wurden ein Fachberater und später ebenfalls Ludwigslust und Schwerin zur Beseitigung von Sturmschäden angefordert. Alle Ortsverbände im GFB entsandten 65 Kameradinnen und Kameraden in den Einsatz.

Bäume auf der Bundesstraße beschäftigten auch den OV Neustrelitz im Geschäftsführerbereich Stralsund, hier auf der B198 bei Karpin. Die Erste Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen aus Waren räumten Bäume in Müritztal und Waren (Ortsteil Amsee). Hier waren 24 Helferinnen und Helfer im Einsatz.

  • Einsatz des Radladers in Hasloh, SH (Bild anzeigen)

  • Sichern eines Turnhallendaches in Schlagsdorf, MV (Bild anzeigen)

  • Baum auf Stromleitung im Bereich Schwerin, MV (Bild anzeigen)

  • Freiräumen einer Straße in Hamburg (Bild anzeigen)

  • Baumschnitt in Hamburg (Bild anzeigen)

  • Baumschnitt in Appen, SH (Bild anzeigen)

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