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Sturm Herwart ließ längste Nacht noch länger werden

Eine Stunde länger schlafen?

Nicht für mehrere hundert THW-Kräfte in großen Teilen Deutschlands. Die zusätzlich durch die Zeitumstellung gewonnene Stunde am Sonntag nutzen mehr als 480 THW-Helferinnen und -Helfer, um Bahnstrecken von Bäumen zu befreien, Gebäude zu sichern oder leer zu pumpen. Sturmtief Herwart fegte mit starken Böen in der Nacht von Samstag auf Sonntag über viele Regionen Deutschlands.
Bereits Anfang Oktober waren mehr als 900 THW-Kräfte beim Sturm Xavier im Einsatz.

Anbei nur ein Ausschnitt aus den verschiedenen Einsätzen in unserem Landesverband.
Dieser Bericht ist nicht vollständig und wird ergänzt, falls nicht alle im Einsatz befindlichen Ortsverbände genannt wurden.

Bad Oldesloe

Die beiden Bergungsgruppen, der Zugtrupp und die Fachgruppe Logistik des THW Bad Oldesloe unterstützten die Feuerwehr Bad Oldesloe bei den vielen Einsätzen im Stadtgebiet. Ein Fachberater des THW war ständig bei der Einsatzleitung um über die Möglichkeiten des THW zu beraten.
Auf der Bundesstraße 75 in Bad Oldesloe war kurz hinter der Abfahrt zum Krankenhaus ein großer Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Die Einsatzkräfte des THW setzten Motorkettensägen ein und beräumten die Fahrbahn, sodass der Verkehr wieder fließen konnte.
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt des THW war das Krankenhaus in Bad Oldesloe. Dort galt es mit der Seilwinde des Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) einen Baum von einem Schuppen zu ziehen und einen bereits am Wurzelteller gelockerten Baum vor dem Krankenhaus zur Gefahrenabwehr zu fällen. Auf der Hinterseite des Krankenhauses war die Klimaanlage durch einen Baum getroffen worden. Nach der Sicherung des Baumes mittels Drehsteifen legten die THW-Einsatzkräfte die Klimaanlage wieder frei und entfernten den Baum Auch die Beleuchtung mit dem Lichtmastaggregat der 2. Bergungsgruppe wurde in den frühen Morgenstunden eingesetzt um eine Einsatzstelle der Feuerwehr zu beleuchten.
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Greifswald

Greifswald hat am vergangenen Wochenende eine weitere Sturmnacht überstanden. Das Sturmtief "Herwart" hinterließ auch in der Universitäts- und Hansestadt seine Spuren. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag kamen daher auch die Helfer des Ortsverbandes zum Einsatz.
Um 4.30 Uhr sonntagfrüh wurden die Helfer zur Unterstützung der Greifswalder Berufsfeuerwehr alarmiert - in der Obstbausiedlung war ein Baum auf ein Haus gefallen. Gemeinsam rückten einige Helfer der Bergungsgruppe gemeinsam mit der Fachgruppe Wassergefahren in den Birnenweg aus, wo bereits Kameraden der Berufsfeuerwehr die Lage erkundeten. Nach der Sichtung der Lage kam der Kran der FG Wassergefahren zum Anheben des gefallenen Baumes zum Einsatz
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Hamburg Eimsbüttel

Sturmtief "Herwart" mit einem Wasserstand von erwarteten 5m über mittlerem Hochwasser, bescherte der Feuerwehr und dem THW mit rund 1.000 Einsätzen einen arbeitsreichen Sonntag. Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen wurde am Sonntag um 10:38 Uhr durch die Leitstelle der Feuerwehr alarmiert. Der Einsatzauftrag lautete Wasser in Tiefgaragen Sandtorkai / Hafencity.
Nach dem Eintreffen der Helfer in der Unterkunft, der Anfahrt und anschließendem Erkundung der Einsatzorte in den Tiefgaragen wurden bereits um 12 Uhr die Pumparbeiten aufgenommen.
Vier Garagen waren im Einsatzabschnitt betroffen und wurden mit Pumpen der Ortsverbände Hamburg -Mitte, -Altona und -Eimsbüttel gelenzt. Es waren unterschiedliche Pumpen mit einer Gesamtleistung von über 20.000 l/min im Einsatz. Die Pumpen mit unterschiedlichen Leistungsdaten l/min wurden je nach Wasserhöhe eingesetzt, da mit sinkendem Wasserstand die Menge des anzusaugenden Wassers reduziert werden musste.
Die Einsatzbereitschaft in der Unterkunft wurde erst in den späten Abendstunden wieder hergestellt.
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Hamburg-Altona

Auch Hamburg war erneut betroffen, umgestürzte Bäume und auch eine schwere Sturmflut waren die wesentlichen Folgen. Der Bahnbetrieb wurde weitgehend eingestellt, der berühmte Fischmarkt abgesagt und geräumt, die Hafencity überflutet. Das THW Hamburg-Altona war ab 05:24 Uhr im Einsatz. Erste Einsatz-Depesche: „Baum auf Haus“…
Eine Birke, ein typischer „Flachwurzler“, wurde von einer der Böen in Orkan-Stärke auf ein Doppelhaus geworfen. Die schwere Krone des Baums lag auf dem Dach eines flacheren Anbaus und drohte unter dem Wind weiteren Schaden anzurichten.
Zunächst wurde mit dem EGS (Einsatz-Gerüst-System) der Stamm der umgestürzten Birke abgestützt und eine Arbeitsplattform für die Einsatzkräfte auf der gegenüberliegenden Seite des Hauses errichtet. Um die Krone des Baums Ast für Ast abtragen und damit die Gefahr beseitigen zu können, wurde ein Motorsägenführer mittels PSAgA (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) gesichert. Danach wurde in mühsamer, schrittweiser (Klein-)Arbeit vom Dach aus und mit Arbeitsleinen durch Helfer vom Garten her kontrolliert, Stück für Stück die akute Gefahr beseitigt.
Aber nicht nur die 1. Bergung war im Einsatz: Die 2. Bergung unterstütze in der Hafencity das THW Hamburg-Mitte beim Kampf gegen eine schwere Sturmflut, die in den Morgenstunden den Scheitelpunkt mit mehr als fünf Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet wurde. Eine private Firma, die für Fluttore in der Hafencity veranwortlich ist, versäumte Pressemeldungen zufolge die rechtzeitige Schließung. Die THW-Helfer versuchten, mit rund 20 Paletten Sandsäcken die Folgen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, unser Bild zeigt THW-Helfer aus Altona bei einer Sandsack-Kette, um einen Hauseingang am Sandtorkai vor den Fluten abzudichten. Die Fachgruppe Brückenbau (FGr BrB) wurde mit dem Kran in den Jänisch-Park gerufen: Auch hier war ein Baum umgestürzt.
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Hamburg-Harburg

In der Nacht tobte das Sturmtief auch über Hamburg und sorgte für über 1000 im gesamten Stadtgebiet. Gleichzeitig lief eine Sturmflut auf und so wurde gegen 7 Uhr die Deichverteidigungsstufe 1 ausgelöst. Daraufhin wurden die Bergungsgruppe 1 und Teile der Fachgruppe Wassergefahren (W) alarmiert und besetzten die Unterkunft.
Gegen 8:30 Uhr traf der erste Einsatzauftrag ein: Der LKW Ldr verlegte zum Deichverteidigungsdepot Georgswerder Bogen und nahm hier Sandsäcke auf. Diese wurden anschließend in die Hafencity transportiert. Der zweite Auftrag kam nur fünf Minuten später. Das Flutschutztor Moorburger Straße musste bis 9 Uhr geschlossen werden. Die Schließung konnte um 11 Uhr allerdings schon wieder aufgehoben werden, die THW- Kräfte blieben aber weiterhin in Bereitstellung.
Die digitalen Meldeempfänger blieben nur bis 11:20 Uhr stumm. In der Straße Schusterberg drohte ein Baum auf eine öffentliche Straße zu fallen. Nach Sperrung durch die Polizei, wurde diese Gefahrenstelle durch unsere Motorsägenführer fachgerecht beseitigt. Zwischenzeitlich war die Fachgruppe LOG-Verpflegung alarmiert worden und hatte den Auftrag 70 Personen zu verpflegen. Aus der Einsatzreserve gab es Chili con Carne, Müsliriegel, Kaffee und Zitronentee.
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Burg

Alarmierung für die Einsatzkräfte des THW OV Burg/Hochdann um 21:28 Uhr Technische Hilfe in Sankt Michaelisdonn. Ein Baum drohte auf die Bahngleise zu fallen.
Aufgrund der schwierigen Position des Baumes zog die Freiwillige Feuerwehr Sankt Michaelisdonn den THW Ortsverband Burg/Hochdonn zur Hilfe hinzu. Die Fachgruppe Beleuchtung unterstützte beim Ausleuchten der Einsatzstelle. Mittels Seilwinde und Umlenkrolle wurde der auf die Gleise neigende Baum zur Fallrichtung auf das freie dahinterliegende Feld gezogen. Damit konnte ein Fallen auf die Bahngleise und die angrenzenden elektronischen Leitungen ausgeschlossen werden.Die Lage stellte sich etwas schwierig da, da ein weiterer Baum als Festpunkt dienen musste. Weiterhin konnte nur über das Gleisbett gearbeitet werden.
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Itzehoe

Bereits am Samstag um 16:36 Uhr wurden das THW Itzehoe durch die Leitstelle West alarmiert. Es wurden 2 Fachberater an die Einsatzstelle nach Glückstadt geschickt. Nach Rücksprache mit dem Wehrführer der Stadt Glückstadt und dem Ordnungsamt wurde entschieden, dass der Baum, eine ca. 20 Meter hohe Robinie, noch vor dem angesagten Sturm „Herwart“ gefällt werden musste. Der Baum war in der Länge gespalten und es war Gefahr im Verzug.Die Feuerwehrkameraden aus Glückstadt nahmen zuerst Teile der Krone von der Drehleiter aus ab.
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Lübeck

Sturmtief "Herwart" zog mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 Stundenkilometer über Norddeutschland hinweg. Vielerorts wurden Dächer beschädigt und Bäume entwurzelt. Der THW-Ortsverband Lübeck unterstützte in Bad Schwartau die Aufräumarbeiten.
Um kurz nach acht Uhr wurde der Technische Zug des THW in Lübeck durch die Regionalleitstelle Süd alarmiert, um die Feuerwehren der Stadt Bad Schwartau bei der Sicherung und Beseitigung von Sturmschäden zu unterstützen. Auf einem Wohngrundstück im Stadtteil Cleverbrück musste ein rund 20 Meter hoher Nadelbaum gesichert und kontrolliert niedergelegt werden, um die angrenzenden Gebäude vor Schäden zu schützen.
Gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rensefeld (Stadt Bad Schwartau) wurde die Einsatzstelle zunächst abgesichert. Mit Hilfe einer Fahrzeugseilwinde wurde der umsturzgefährdete Baum zunächst von einem Nachbargrundstück aus gesichert. Von einem Hubsteiger aus wurde der Baum dann durch Kettensägenführer des THW entastet und kontrolliert niedergelegt.
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Pinneberg

Das Tief "Grischa" bekam in der Nacht zum Sonntag Hilfe von Tief "Harwart", einem „Schnelläufer“, der auf seiner Zugbahn einige hundert Bäume im Kreis Pinneberg umstürzte und abbrach. Ab 8:04 Uhr half das THW Pinneberg, Schäden in Pinneberg zu beseitigen und hat mehrfach Schlimmeres verhindert.
Alarmiert wurde das THW zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg an einer Einsatzstelle im Moorweg, in Pinnebergs südlichem Stadtteil Waldenau. Zwei Eichen mit einem Stammdurchmesser von rund 80 cm waren umgestürzt. Die großen Kronen reichten durch den Garten, hatten eine Garage beschädigt und lehnten an einem Einfamilienhaus.
Im Bereich der Regio-Klink Pinneberg waren Buchen umgestürzt, die noch sehr viel Laub trugen. Dicke Äste drohten auf den Sauerstofftank am Versorgungsgebäude des Klinikums zur stürzen. Nach kurzer Erkundung entschied Pinnebergs stv. Wehrführer Kai Halle, hier einen weiteren Einsatzschwerpunkt zu bilden. Von der Feuerwehr wurde die DLK eingesetzt und vom THW der „große Kran“, der LKW der FGr Brückenbau, mit einem Hubmoment von 78mt, dass ausreicht, um in fast 20 Metern Entfernung noch 2,4 Tonnen Masse anzuheben.
Hand-in-Hand arbeiteten die eingeübten Besatzungen der Drehleiter der FFw Pinneberg und der Besatzung des GKW I und Leitung des THW-Gruppenführers Björn Johannsen, um Schaden vom Sauerstofftank abzuwenden.
Bis etwa 13:30 Uhr werden so rund 30 freiwillige Helferinnen und Helfer des THW mit beiden Kranfahrzeugen, GKW I, MzKW und dem Sondergerätesatz „Motorsägen“ des Kreises Pinneberg im Einsatz.
Feuerwehr-Drehleiter und THW-Kran – war wieder das bewährte Gespann nach einem weiteren Baumschaden Im Stadtteil Quellental hatte das Sturmtief Herwart einen Baum offenbar stark beschädigt. Kurz nach halb vier war die Feuerwehr alarmiert worden, Feuerwehr und THW arbeiteten gemein daran, die Gefahr zu beseitigen.
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