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Seit 20 Jahren: Sicherungsbooteinsätze auf der 129. Travemünder Woche

Das hochsommerliche Wetter in diesem Jahr lockt nicht nur Badeurlauber an die Ostseestrände. Auch für internationale Segler zählt die Ostsee vor Lübeck-Travemünde zu einem der begehrtesten Segelreviere der Welt. Vom 20. bis zum 29. Juli fand hier die 129. Travemünder Woche, eine der weltweit größten Segelveranstaltungen, statt.

Für die Sicherheit der rund 1.400 Segler sorgten dabei auch wieder Einsatzkräfte des THW aus dem gesamten norddeutschen Raum. Unter ihnen zahlreiche Fachgruppen Wassergefahren, die für den Rettungs- und Hilfseinsatz auf dem Wasser speziell ausgebildet und ausgestattet sind. Bereits im 20. Jahr in Folge sicherten die THW-Kräfte gemeinsam mit Einsatzkräften der DRK-Wasserwacht, der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) das Segelgeschehen. Rund 120 ehrenamtliche Einsatzkräfte, rund die Hälfte vom THW, gewährleisteten mit 33 Booten die Sicherheit auf den Regattabahnen der Travemünder Woche.


Für sein besonderes Engagement in den vergangenen 20 Jahren auf der Travemünder Woche wurde THW-Einsatzleiter Sven Slowak durch den stellvertretenden Landesbeauftragten für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, Olaf Nentwig, mit der Plakette Dank und Anerkennung ausgezeichnet. Die beteiligten THW-Ortsverbände, unter ihnen zahlreiche Wasserrettungsspezialisten der ersten Stunde auf der Travemünder Woche, erhielten eine Erinnerungsurkunde für „20 Jahre Einsatz auf der Travemünder Woche“.


Zu den Aufgaben der rund 120 Einsatzkräfte gehörte neben der Wasserrettung auch der Transport von Bojen, Bahnmarkierungen und Ankergeschirr sowie der Auf- und Abbau der Regattabahnen, die Begleitung der Seglerfelder durch das stark befahrene Fahrwasser der Travemündung sowie die technische Hilfe bei Havarien und Unfällen.
In zahlreichen Fällen leisteten die Einsatzkräfte Schlepphilfe und brachten verletzte oder erschöpfte Segler und ihre Boote zurück in den sicheren Hafen. In einem Falle musste sogar ein 50-Tonnen-Kutter mit Getriebeschaden gemeinsam mit dem DGzRS-Seenotrettungsboot „Hans Ingwersen“ nach Travemünde geschleppt werden.


Die Zeit von Flaute und Startverschiebungen nutzten die Crews der Sicherungsboote für Aus- und Fortbildung. Hierzu zählten insbesondere Übungseinheiten zur Personensuche unter Führung der DGzRS, das Suchen und Retten vermisster Segler auf Regattabahnen, Bootsunfall zweier Segelschiffe, Suche von über Bord gegangenen Seglern, die Sicherstellung von führerlosen Booten sowie die Übergabe und Übernahme von Personen an die Wasserschutzpolizei während der Fahrt.


Wie wichtig solche Übungseinheiten sind zeigte nicht nur der letzte Einsatztag, als über den internationalen Seenotruf-Kanal 16 und das Seenotrufzentrum der DGzRS in Bremen (MRCC - Maritime Rescue Coordination Centre) der Notruf eines nicht an der Travemünder Woche beteiligten Segelbootes über eine bewusstlose Person eintraf. Da die Einsatzkräfte von THW, DRK-Wasserwacht und DLRG schneller am Einsatzort sein konnten als das Seenotrettungsboot der DGzRS aus Grömitz wurden ehrenamtliche Einsatzkräfte mit einer Ärztin der DRK-Wasserwacht entsandt, um schnelle Hilfe auf See zu leisten. Der Patient konnte nach der ersten Hilfe an Land begleitet und an den Landrettungsdienst übergeben werden.


Koordiniert wurden die Einsätze der Sicherungsboote von THW, DRK-Wasserwacht und DLRG auch in diesem Jahr wieder von einer gemeinsamen Einsatzleitung. Mit Hilfe der Digitalfunkgeräte, die alle Sicherungsboote mitführen konnte auch dieses Mal wieder die Position aller Sicherungsboote auf einer digitalen Seekarte dargestellt werden. Zusammen mit Wetterdaten und AIS-Schiffsinformationen konnte so trotz großer Seglerfelder der Einsatz der Rettungsmittel koordiniert werden. Wie immer erfolgte die Einsatzleitung in enger Abstimmung mit der Wasserschutzpolizei, der DGzRS und den Wettfahrtleitungen der Travemünder Woche gGmbH.

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