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Jugendbildungsfahrt nach Nürnberg

Der THW-Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein lud zu einer Jugend-Bildungsfahrt ein. 30 Junghelferinnen und Junghelfer aus den Ortsverbänden Wismar, Bad Doberan, Neumünster, Hamburg-Altona und Hamburg-Nord folgten der Einladung und fuhren mit ihren Betreuern vom 10. bis zum 14. Oktober nach Nürnberg.

Am Mittwoch, den 10. Oktober, ging es früh morgens mit dem Reisebus des Landesverbandes und den Busfahrern Tobi und Paul nach Nürnberg. Gegen 20 Uhr wurde das Ziel, das a&o Hostel Nürnberg Hauptbahnhof, rechtzeitig zum Abendessen erreicht.

Der erste Teil der Bildungsfahrt war von historischen Themen bestimmt. Die Nürnberger Kaiserburg war das erste Ausflugsziel am Donnerstag. Hier wurde die Gruppe von zwei Stadtführern zum Standrundgang abgeholt und fachkundig durch die historische Altstadt Nürnbergs geleitet. Im Anschluss wurden die im Kellergeschoss des Rathauses befindlichen Lochgefängnisse besichtigt. Dann ging es wieder zur Burg zurück, wo die Gruppe den tiefen Burgbrunnen und weitere zahlreiche Räume besichtigen konnte.

Am Freitag besuchte die Reisegruppe aus Jugendlichen und Betreuerinnen und Betreuern das Dokumentationszentrum am Reichsparteitagsgelände. Es befindet sich im Nordflügel der von den Nationalsozialisten konzipierten, unvollendet gebliebenen Kongresshalle des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Verschiedene Dauerausstellungen beschäftigen sich mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Nürnberg war im Dritten Reich die Stadt der Reichsparteitage und wurde vielfach für Propagandazwecke genutzt. Im modernen gläsernen Aufbau auf dem Dach des Kopfbaus befindet sich das Studienforum. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden Themen wie "Die Macht der Bilder" oder "Jugend zwischen Anpassung und Widerstand" bearbeitet. Im Anschluss wurden noch das Zeppelinfeld und die Zeppelinhaupttribüne besichtigt, die einzigen fertiggestellten Bauwerke auf dem Reichsparteitagsgelände. 

Der zweite Teil der Bildungsfahrt diente, ganz THW-gerecht, einem technischen Thema. Das Verkehrsmuseum Nürnberg beherbergt in seinem zentralen Gebäude das DB-Museum der Deutschen Bahn AG und das Museum für Kommunikation und war das Ziel des samstäglichen Ausflugs. Die Dauerausstellung wurde in zeitlicher Folge so geordnet, dass die Besucherinnen und Besucher von den Anfängen mit den ersten Eisenbahnen in England und dem Adler, der ersten im Deutschen Reich fahrenden Eisenbahn, bis hin zur deutschen Wiedervereinigung geführt wird. Die Ausstellung im Erdgeschoss behandelt die Zeit vom Adler über die Länderbahnzeit und die Gründung der Deutschen Reichsbahn bis zum Ende der Zeit des Nationalsozialismus. Im ersten Stockwerk wird der Wiederaufbau der Bahn nach dem Zweiten Weltkrieg sowie in zwei parallel verlaufenden Ausstellungen die Geschichte der DB und DR dargestellt. Originalfahrzeuge sind auf zwei Fahrzeughallen und ein Freigelände verteilt. Im zweiten Stockwerk befindet sich das Museum für Kommunikation mit einer Präsentation, die Menschen und ihre Kommunikation in den Mittelpunkt stellt, vom ersten Schrei eines Neugeborenen bis zum Internet. In vier Ausstellungsräumen steht die Verständigung mit Tönen, Bildern und Schrift sowie mit Hilfe des Internets im Mittelpunkt. An 400 Objekten werden Funktionsmechanismen von Kommunikation dargestellt. Mitmachstationen für Kinder wie Erwachsene bestehen in der Schreibwerkstatt, an der Rohrpost oder als Moderator im Fernsehstudio.

Nach dem Besuch des Museums erkundeten die Jugendlichen und ihre Betreuerinnen und Betreuer nach Lust und Laune in kleinen Gruppen die Stadt. Am Sonntag war Heimreise angesagt.

Wir danken den Jugendlichen und ihren Betreuerinnen und Betreuern für Ihr Interesse und an die Busfahrer Tobi​ und Paul für die nette Begleitung und die zur Verfügung gestellte Freizeit!

Vanessa Drossel

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